Freitag, 30. Dezember 2016

Das Edikt des Gottkaisers

Es brachen finstere Zeiten an auf Parchem, als vor einem Jahr der Befehl des Göttlichen erging, alles und jeden auszumerzen, der nicht normal sei. Es waren Tür und Tor geöffnet für allerhand Wahnsinn, welcher auch in Walkyrheim um sich schlug. Für unsere Freunde begann ihr bisher größtes Abenteuer mit einem Tag zum Feiern. Endlich hatten die Katakomben wieder ein wenig Gold preisgegeben und gemeinsam waren alle auf einem der Märkte unterwegs, um es gegen Essen und einige neue Kleider zu tauschen. Der Duft von Essen und die hundert mal hundert Stimmen der Menschen klangen ihnen vom Marktplatz entgegen. Doch die Geräusche kündeten nicht von geschäftigem Treiben, oder Jubel für das Spiel der Gaukler. Große Aufregung war zu vernehmen und alles strömte zum großen Platz vor der Kirche der tausend Wunder. Ein Pfahl war aufgestellt und ein Scheiterhaufen errichtet. Ein Fleischberg von einem Mann zerrte ein rothaariges Mädchen hinter sich her. Ihre schmuddelige dünne Gestalt zeugte von einem Leben auf der Straße und die unflätigen Flüche, die sie ihrem Peiniger unablässig entgegen schleuderte, bestätigten diese Vermutung.
Als der Scheiterhaufen erreicht war, brachte man das Mädchen zum Schweigen. Ein älterer Herr der in Seide und Brokat gekleidet war, erhob seine Stimme um Sie zur Hexe zu erklären. Das Dekret des Gottkaisers ermächtige ihn, diese Frau dem Feuer zu überantworten. Der blutlüsterne Mob war daraufhin schnell versammelt, aber ebensoviele Menschen wendeten sich ab und verzogen ihre Miene in Abscheu.



Jack, Reef, Finn und Tungdil brauchten nicht mehr als einen kurzen Blick um sich einig zu sein: Sie musste die junge Frau vor ihrem schrecklichen Tod bewahren. Ein paar kurze interessierte Fragen in die Menge und der Alte war identifiziert. Es war Jonas der Wagner von Walkyrheim und sein dümmlicher, aber starker Lehrling. Die Freunde steckten kurz die Köpfe zusammen und ein Plan war schnell geschmiedet. Finn und Reef würden die Menge ablenken, Tungdil dem Dicken die Frau entreißen und Jack wusste einen guten Fluchtweg. All die Zeit die er in den Katakomben verbrachte hat in ihm einen geistigen Plan entstehen lassen und es gab ein Lagerhaus direkt am Marktplatz dessen Keller eine Verbindung zu den Tunneln hatte.
Reefs schmale Gestalt ließ ihn unscheinbar wirken, aber seine kraftvolle Stimme erschallte über die Menschenmenge. In einer mitreissenden Rede nutzte er die Wut der Leute und lenkte sie in neue Bahnen. Er schürte den Hass auf die Obrigkeit, welche seit dem Dekret überall schwelte. Ein Teil des wütendens Mobs begab sich prompt zum Viertel der Adeligen um dort ihren Dampf abzulassen.
In der Zwischenzeit hatte Tungdil sich bereits auf direktem Weg zum Scheiterhaufen begeben. Den riesigen, fetten Lehrling im Blick, wanderte seine Hand wie von selbst zu seiner Axt. Die vielen Rufe der Menschen um ihn herum brachten Erinnerungen an den Krieg. Er musste sich konzentrieren, denn verlöre er hier die Beherrschung, es würde ein Blutbad wie es hier noch Keiner erlebt hatte. Er zwang seine Hand zu der Flasche in seinem Mantel und nach einem tiefen Schluck konnte er die Hunde des Krieges erneut im Zaum halten. Es waren allerdings noch zu viele Verbündete um den Lehrling und seinen Meister herum, als das er einfach hätte zugreifen können. Just in diesem Moment schlug Finn ein Rad auf das Schafott und begann Jonas den Wagner aufs übelste zu beleidigen. Zu guter Letzt zeigte er seinen Hintern und ein weiteres Dutzend Leute waren auf der Jagd durch die Strassen hinter Finn her. Tungdil schnappte sich die Kleine und wollte wie ein Fuhrwerk in Richtung des Lagers davonpreschen, doch er rechnete nicht mit der schieren Kraft des Lehrlings, der sie in seinem eisernen Griff hielt. Wütend verpasste Tungdil ihm einen Tritt vor die Brust und hielt das Mädchen an ihren Fesseln fest. Er flog von der Bühne in hohem Bogen und schlug mit dem Kopf auf einen Randstein. Blut spritzte und für einen Augenblick gab es Stille. Nur Sekunden später schallten die ersten Rufe von den neugierigen Bürgern herüber: "Mörder! Er hat Jonas´ Lehrling getötet! Schnappt ihn!"
Wie eine Lore, die den Stollen herunter rast preschte Tungdil durch die Meute in Richtung Lagerhaus. Jack, der sich dem Haus durch die Schatten genähert hatte, wollte ihm die Tür öffnen als er ihn losrasen sah, musste aber feststellen das sie fest verschlossen war! In Windeseile bemühte er seine Dietriche und das kleine Schloss war kein Gegner für sein Geschick. Doch kaum waren die Türen geöffnet sprangen ihm auch schon zwei riesige Wachhunde geifernd entgegen. Mit einem schnellen Schritt hinter die geöffnete Tür sauste er aus ihrem Blickfeld und die Tiere stürzten nach draußen zwischen die schreiende Menge. Am Rande des Platzes schimmerten bereits die goldenen Rüstungen der kaiserlichen Garde, die verzweifelt versuchte Ordnung in das Chaos zu bringen.
Tungdil drückte sich an allen vorbei, bis er und Jack endlich in dem Lagerhaus verschwinden konnten. Die vollen Weinfässer vor der Kellertür wären für Jack ein unüberwindliches Hindernis gewesen, stellten jedoch für Tungdil nur eine Fingerübung dar. Er schaffte sie beiseite und verschwand in die Dunkelheit. Jack stahl sich eine Öllampe aus dem Lager, zündete sie an und lief ihnen nach.


In der Ruine trafen sie sich alle wieder. Ein jeder war auf seine Weise den Häschern entkommen und man hatte die Kleine von Fesseln und Knebeln befreit. Sie stellte sich Ihnen als Anabell vor und war nur zu gern bereit die Fragen der Gruppe zu beantworten, die sie so heroisch befreien konnten. Sie gestand Ihnen ein, auch ein wenig selbst Schuld an der Misere gewesen zu sein. Sie hatte sich an Jonas dümmlichen Lehrling rangemacht um ihm etwas wertvolles entwenden zu können: Einen goldenen Schlüssel.
Dieser ist die einzige Möglichkeit in den Hof des Wagners zu gelangen und wie sie zu berichten wusste, war dort wohl immer einiges zu holen, aber es gab noch viel mehr zu erwarten. Die Base des Kaisers erlitt einige Tagesreisen von hier einen Achsbruch mit ihrer Kutsche. Jonas fühlte sich persönlich für diese Sache verantwortlich, da er ihre Kutsche persönlich angefertigt hatte. Er nahm nun alle Mühen auf sich den Schaden zu beheben und ließ sie sogar in seinen persönlichen Gemächern schlafen bis die Kutsche wieder gangbar wäre.
Als Anabell ihre Geschichte erzählt hatte, waren sich alle einig. Dies sollte ihre Gelegeheit sein der Armut zu entkommen, denn jemand aus der Familie des Kaiser war selten so erreichbar für das diebische Gesindel. Die junge Dame entpuppte sich als netter Zeitgenosse und so boten ihr die Freunde an zu bleiben. Sie sollte für etwas Ordnung in ihrer gemeinsamen Behausung sorgen und bekäme dafür Essen, sowie einen Platz zum schlafen.

Dienstag, 6. Dezember 2016

Parchem erwacht zum Leben

Unsere Geschichte beginnt an einem seltsamen Ort. Einem Ort so voll von den Dingen und Menschen aus aller Welt, dass er ihr wie ein Spiegelbild erscheint. Ein Verzerrtes jedoch und stets in Bewegung. Ganz wie die Fläche der See, welche die Strahlen der Sonne in tausend mal tausend Splitter zerteilt. 

Walkyrheim
Walkyrheim ist für die einen Heimat, für die anderen nur eine Station auf ihrem Wege. Für einige jedoch bedeutet sie Schicksal, denn die Fäden welche hier zusammenlaufen bilden das Muster ihres Lebens. So nehmen wir nun den Faden von einem auf, der in vielen Farben schillert. Einer, der keinen Namen trägt außer jenem nach dem ihm gerade zumute ist. Finn Gaweg´s Leben war ein einziges buntes Treiben, in dem ein Spaß den nächsten jagte. Obwohl seine Geschichte mit den Tränen seiner armen Mutter begann, die seinen Verlust betrauerte. Gestohlen aus dem Kindbett von zauberhaften Sapßmachern, ward ihm eine Jugend als Wechselbalg geschenkt. Seine neue Familie zog ihn in Höhlen voll Zauberei und magischer Lichter auf. Sie lehrten ihn den Spass des Lebens und die aufregensten Dinge, wie die Sprache der Tiere und Pflanzen. Jedoch als die Zeit, die ihre Zähne auch in jene Welt geschlagen hatte, ihn zu einem jungen Mann machte, vertrieben ihn die Kobolde ebenso schnell, wie sie ihn zu sich geholt hatten. Zu groß für ihre Heimat und zu andersartig wurde sein Denken. Auf den Straßen von Walkyrheim war er allein und das Leben war nun plötzlich kein Spaß mehr. Zwar sprach er ihre Sprache, doch niemand schien ihn zu verstehen. Schließlich hatte er eine Idee. Einen Scherz den ein jeder verstehen musste! Er schrieb ihn mit weisser Farbe in großen Lettern auf die Wände eines Gebäudes in mitten der Stadt. Die Kirche der tausend Wunder allerdings wollte auch diese Tat nicht lustig finden.



Schnell rief man die Garde herbei um Finn in Ketten legen zu lassen. Wie er später auch lernte, kamen fette Kerle mit lustigen Kleidern meist von der Kirche oder vom Hofe her und verstanden von allem am wenigsten Spass. Die Garde nahm sich Finns an und brachte ihn hinter Gitter in die Kaserne. Die einfachen Gardisten aber waren spassige Gesellen! Nach kurzer Zeit hatten sie seine Art lieb gewonnen und als ihr Hauptmann Manem Arkos, Ziel seiner Scherze wurde, hatten sie ihn gar in ihr Herz geschlossen. Eine liebe Seele erklärte ihm sogar was Geld sei und brachte ihm einige neue Kleider zum tragen, auf das seine Erscheinung nicht mehr die eines Bettlers sei. Nachdem er aus der Kaserne entlassen war, wurde das Leben aber dennoch hart. Finn lernte sich in den Gassen zurecht zu finden und sein großes Mundwerk brachte ihn stets dort hin wo er wollte. Es war einfach die Menschen zu täuschen, denn sie wollten die Wahrheit nie wissen. 

Es trug sich zu gleicher Zeit eine Tragödie zu, welche das Leben eines anderen Kindes auf den Kopf stellen sollte. Ein junge aus dem wandernden Volke, der Sohn zweier Strassenkünstler, begab sich mit seiner Karawane nach Walkyrheim. Endlich, nach vielen Jahren im Umland der Stadt, hatte ihr Ruf sie durch die Tore gebracht. Es ward ein Auftritt geplant auf dem großen Platz vor der Kirche, wo alle sie sehen sollten. 

Tausende Augen würde auf ihnen ruhen und er würde ihnen die Wunder seiner Künste zeigen. Schon oft hatte er seinen Tanz mit den Feuerkeulen trainiert und dennoch war heute etwas anders. Als sein Vater ihn ankündigte war er aufgeregt und beinahe schon sah er die Flammen im Takt seines Herzens flackern. "Sehet nun den fantastischen Reef Garcim! Herrscher über das Feuer und bändiger der Flammen!" Er stürmte auf die Bühne und ab dieser Sekunde schien er die Kontrolle zu verlieren. Sein Tanz war perfekt, doch brachte er ihm keinen Jubel ein. Ein erstaunliches Schweigen lag über der Menge als ob niemand zu glauben wagte was dort geschah. Der Flammentanz war wundervoll, aber niemals zuvor sah man ein Feuer auf diese Weise brennen. Als er seinen Auftritt beendet hatte sah er um sich nur Angsterfüllte Blicke und auch in den Augen seiner Eltern erkannte er nur Furcht. Schliesslich wurde die Stille von den Rufen der Menge unterbrochen. "Feuer! Feuer!" hallte es durch die Gassen, als man sich anschickte die Hölzerne Bühne mit Sand und Wasser zu beschmeissen. Reef jedoch lief durch die Gassen davon. Er fand einen Weg in einen alten Keller, denn er wollte sich nur noch verkriechen. Niemals war etwas anderes sein Wunsch, als die Menschen etwas Ehrfurcht zu lehren und seine Kunst zu zeigen. Tief getroffen und bitterlich weinend lief er immer weiter davon, nicht wissend in welche Gefahr er sich begeben hatte. Die Katakomben durch die er zog erstreckten sich unendlich weit unter die Erde und was er dort finden sollte war unglaublich. Das Amulett um seinen Hals begleitete ihn bereits einige Jahre. Seine Großmutter hatte ihm den Anhänger geschenkt bevor sie starb und ihm dazu Geschichten von längst vergangenen Zeiten erzählt. Von Göttern die auf Parchem wandelten und das jenes Amulett eine Verbindung zu ihnen darstellen sollte. Reef hatte all dem keine Beachtung geschenkt, jedoch den Anhänger in Ehren gehalten, denn seine Grossmutter liebte er sehr. Während er unter der Erde wanderte, schlug seine Trauer längst in Neugierde um. Es war als hätten sich Kräfte erhoben die an den Ecken seines Verstandes zerrten.


Schliesslich stand er vor einem großen alten Buch, welches sich wie von Geisterhand öffnete. Jedoch statt voller Furcht zu fliehen, ging er wie in Trance darauf zu. Stimmen breiteten sich in seinem Verstand aus und flüsterten ihm in einer unbekannten Sprache ins Ohr. Plötzlich schien das Amulett seiner Großmutter immer heißer zu werden und mit einem Mal waren die Stimmen vor ihm und nicht mehr in ihm. Geisterhafte Gestalten mit toten Augen standen überall um ihn herum und es schien ihm als ob er selbst von einer durchscheinenden Rüstung umgeben war. Mit einem Aufschrei verlor das Bewusstsein und das nächste was er sah war der alte Rogis. Er erzählte ihm, er habe ihn in den Gängen der Katakomben gefunden, das Buch in seiner Hand fest umklammert. Reef getraute sich nie wieder das Buch zu öffnen und jedes Mal wenn er daran dachte war Gedanke auch schon verflogen. Er trug es aber stets bei sich und gab es niemals freiwillig aus der Hand. Seine Familie hatte er nie mehr gesehen, denn als er erfuhr das sie seinetwegen aus der Stadt vertrieben wurden, war seine Scham zu groß um ihnen nachzufolgen. Er schlug sein Lager außerhalb von Walkyrheim in einer alten Ruine auf, in der er fortan lebte. Rogis zog sich in die Tiefen der Katakomben zurück und warf nur ab und zu einen Blick auf den Jungen.

In den schier unendlichen Tiefen der Katakomben gibt es mehr als der Verstand zu fassen vermag. Ein Mann namens Jack hatte dies schnell gelernt, als seine Jagd nach Gold ihn tief in das Innere der Erde brachte. In seinem alten Leben schlug er sich als Taschendieb durch, nie wissend welche Schätze unter ihm warteten. Bis er eines Tages eine Karte in den Händen hielt, die ihn für immer verändern sollte. Die Schätze die sie versprach ließen ihn alle Vorsicht vergessen und in die Finsternis hinabsteigen, sich vor ihm erstreckte. Jedes Mal wenn er hinab stieg kam er mit wertvollerem Tand wieder heraus. Als sich sein Geldbeutel füllte, so stieg auch sein Mut und er begab sich immer tiefer hinab ins Unbekannte. Schon bald nutzte die Karte ihm nichts mehr und er begann sich die Pfade zu markieren und sich die Kreuzungen zu merken.


Das Glück schien ihm hold zu sein, bis er eines Tages auf einem Gang dem Tode gegenüberstand. Ein Wesen so schrecklich von Gestalt, das es jeder Beschriebung spottete stürtzte sich auf Jack um ihn zu zerreissen. Mühelos gruben sich seine Krallen durch Gestein und Erde, so das keinVersteck das Jack aufsuchte ihm Schutz bieten konnte. Schließlich wurde er vom Jäger der Schätze zum gejagten dieses Monstrums. Ein Fehltritt brachte ihn zu Fall und während sich das Monster über ihn erhob, bereit ihn mit seinen Klauen zu vernichten, fiel er durch ein Loch hinter ihm in einen unterirdischen Fluss. Die Strömung riss ihn davon und an den Steinen stieß er sich den Schädel.
Als er wieder zu sich kam, war er weit entfernt von den Teilen des Labyrinthes die er kannte und er irrte in der Dunkelheit umher, bis er viele Stunden später auf eine Kammer stiess. Ein kleiner Brunnen erleuchtet vom grünlichem Schimmer einer seltsamen Pflanze war in die Wand eingelassen und mit einem Male war Jack von großem Durst wie getrieben. Er presste seinen Mund an die tropfende Quelle und trank schließlich auch das Becken darunter vollständig leer. Als das Wasser ihn erfrischte, spürte er das es mehr war als eine simple Quelle und das ihn das Glück ein weiteres Mal geführt hatte. Sein Weg zurück an die Oberfläche war lang und beschwerlich, aber seit jenem Tag war das Glück sein ständiger Begleiter. Seine zahlreichen Abenteuer und Irrwege sollen ein anderes Mal erzählt werden. Für unsere Geschichte jedoch ist die Zeit seiner Rückkehr die wichtigste.

Eine Gestalt noch gilt es zu erwähnen. Ein hühnenhaftes Bild von einem Mann, der als Krieger von den Stämmen des Nordens ausgebildet wurde. Seine Axt ist sein ständiger Begleiter und der Zorn kocht unter seiner Schädeldecke wie eine heisse Quelle kurz vor der Eruption. Sein Weg als Krieger war gesäumt von Blut und Schädeln bis das Kaiserreich die Stämme zu Fall brachte und der große Häuptling sich ergab. Schon immer war Tungdil ein Aussenseiter, selbst in seinem Stamm sah man den Schrecken den allein seine Anwesenheit verbreitete.

Seine Wut war niemals zu bändigen und sehr nützlich in den Zeiten des Krieges, jedoch konnten weder er noch seine Brüder etwas mit ihm anfangen in dem erzwungenen Frieden des Kaisers. Es dauerte nicht lange bis Tungdil mit der Garde aneinander geriet. Zwölf Mann in voller Rüstung waren der Tribut den sein Hass forderte und er wusste das er nach diesen Morden nicht beim Stamm bleiben konnte. Das Gold der Männer brachte ihn bis Walkyrheim, wo er sich in den Schänken der Stadt dem beruhigenden Flüstern des Alkohols hingab. Er entdeckte, das es das Einzige war was die Schreie in seinem Schädel verstummen ließ und so fand er einen Weg sich zu betäuben und zu vergessen was er verloren hatte. Mit seiner Stärke und seinem Kriegshandwerk begann er für die Kanalratten zu arbeiten. Die Diebesgilde hatte Verwendung für seine unbändige Kraft und schon bald sollte sein Name unter denen gefürchtet werden, die Ulkrim etwas schuldeten. Ulkrim war die dickste Ratte von allen und begann zu glauben, er könne über Tungdil als Waffe verfügen. Dieser aber ließ sich nicht kontrollieren und so musste sich auch diese Beziehung wieder lösen.

Die Wege der vier, die sich heute Gefährten nennen sollte sich alsbald kreuzen. Reef und Jack begegneten sich in der Ruine und beschlossen gemeinsame Stärken zu nutzen. Ihr Wissen und ihre Kontakte in der Stadt waren nützlich und schon bald wussten sie um zahlreiche Wege an genügend Gold zu kommen um am Rande der Stadt zu leben. Tungdil rettete Jack vor einigen Häschern und Finn wiederum hatte ein Auge auf Tungdil, wenn er zu viel getrunken hatte. Sein loses Mundwerk rettete ihm mehr als einmal den Hals und Reefs charmante Art war die perfekte Ergänzung zu dem kleinen Lügenbold. Sie schlugen sich eine Weile gemeinsam durch, doch ihr wahres Abenteuer hatte gerad erst begonnen....