Ein Lagerfeuer brannte die ganze Nacht und kaum einer war in der Lage ein Auge zu schließen. Viel zu sehr zerbrachen sie sich den Kopf über den wunderbaren Reichtum, der sich bei dem Wagner finden mochte. Jack und Tungdil begaben sich, Tags darauf, in die Schenken den Stadt und kontaktierten ihre Leute. Sie sprachen mit Dieben, Söldnern und Händlern um herauszufinden, wie die Pläne der kaiserlichen Base aussehen mochten. Sie erfuhren, das in wenigen Tagen der Wagen endlich mit Hilfe einer notdürftigen Reparatur in Jonas´ Hof eintreffen würde. Sie zeichneten Pläne, spähten alles aus und ließen sich von Anabell alle Details erklären an die sie sich noch erinnern konnte. Doch wie sehr sie sich auch bemühten, des Wagners Heim war gut befestigt und bot nur wenig Angriffsfläche. Zu allem überfluss beschäftigte er eine Truppe von Söldnern die ihn und seine Familie bewachen sollten. Sie wussten, wo der goldene Schlüssel zu finden war, sahen aber keine Möglichkeit durch die Vordertür zu spazieren ohne gesehen zu werden.
Das Haus war hufeisenförmig geschnitten mit einem großen Innenhof und insgesamt freistehend mitten in einer der besseren Gegenden von Walkyrheim. Direkt an der Vordertür befand sich ein kleines Haus, das nur den Wachen diente. Tage nach der Befreiung von Anabell stapelten sich die Ideen um dort einzudringen bereits. In der Ruine, in der die Helden lebten machte sich eine düstere Stimmung breit. Würde es ihnen nicht gelingen ihr Glück in die eigenen Hände zu nehmen? Doch schließlich kam Jack zurück aus den Katakomben mit einem Grinsen so breit wie der Paradeplatz. Er hatte einen Weg durch die uralten Tunnel gefunden, der sie direkt unter das Wachhaus führte. So wurden schließlich alle Pläne über den Haufen geworfen und man entschloss sich für eine simple aber effektive Lösung: Ein Feuer!
Zur Sicherheit brachte Reef noch in Erfahrung, das einer der Wachleute rauchte und sie passten einen guten Zeitpunkt für ihren Angriff ab. Eine alte Pfeife sollte dafür sorgen, das im Nachhinein niemand an eine Brandstiftung dachte.
Sie warteten auf die Nacht und begaben sich durch die Tunnel der Katakomben in einen recht engen Schacht. Mit einer kleinen Schaufel öffneten sie vorsichtig die Decke und fanden sich tatsächlich direkt unter den Dielen des Wachhauses wieder. Finn war in der Zwischenzeit heimlich in das Stadtviertel eingedrungen und ließ mit ein paar Steinen und einem lauten Lachen die Fensterscheiben an der Nordseite zerspringen. Aufgescheucht durch den Lärm verließen auch die, nun erwachten, Wachleute schleunigst ihr Domizil um sich der Quelle des Ärgers zu nähern. Natürlich, war Finn bereits geschickt in den Schatten verschwunden und zog nur eine Spur des Gekichers hinter sich her. Jack nutzte die Gelegenheit und Tungdils Kraft verschaffte ihm Zugang durch ein lockeres Brett. Schnell war die Pfeife platziert, das Feuer gelegt und die Gruppe in Windeseile unterwegs das Viertel durch einen anderen Ausgang zu erreichen. Schon aus der Ferne waren die Rufe der Nachtwächter zu hören: "Feuer! Feuer! ´s brennt beim Wagner!" Handglocken wurden geläutet und überall her kamen die Leute mit Eimern voller Sand und Wasser. Schnell waren die Türen geöffnet und eine kaiserliche Gesandtschaft im Schlafmantel stand empört auf der Straße herum.
Das Chaos ist des Diebes bester Freund also nutzte, während Tungdil und Reef fleißig halfen das Feuer zu löschen, Jack die Verwirrung aus um sich in Jonas´ Hause einmal umzusehen. Sein geübter Blick und seine Nase für Gold entdeckten recht bald ein kleines Geheimversteck hinter einem Gemälde. Ein Säckchen voller Münzen und Edelsteine funkelte ihm entgegen und auch eine kleine Kiste die reich verziert war mit Runen in einer unbekannten Sprache. Beides verschwand schnell in seinem Löscheimer und bevor er noch entdeckt werden konnte, machte er sich auf um sich der Feuerwehr wieder anzuschließen. Ihr Plan war gelungen und tatsächlich kamen sie ohne Schelte davon, die Taschen voller Gold. Doch nicht das Gold weckte ihre Neugier, sondern die Truhe die Jack bei sich trug. Es schien beinahe als würde sie aus eigener Kraft erstrahlen und ihr Inhalt musste einfach zauberhaft sein! Alle beugten sich über das Kleinod als Jack es schlussendlich öffnete.
In Samt eingeschlagen fanden sie nichts als einen schwarzen glänzenden Stein. Ungeschliffen, faustgroß und unscheinbar lag er vor ihnen. Nichts deutete auf seinen Wert hin, außer die Kiste und der Samt in dem sie ihn fanden. Es mochte eine Edelstein sein, doch er war ungeschliffen und erinnerte an Obsidian, welches keinen sehr hohen Wert besaß. Doch es musste seine Gründe haben, dass er auf diese Weise geschützt wurde. Vielleicht konnte die unbekannte Sprache auf der Kiste genaueres über den rätselhaften Fund berichten und sie kannten genau den Mann der ihnen mehr darüber sagen konnte....




Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen